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Foraminiferen

Foraminiferen sind einzellige, schalentragende, marine Tiere, meist in der Größenordnung von 0,1 bis 0,6 mm. Ihre Schalen sind mit Öffnungen versehen. Durch diese streckt das Tier Schleimfäden (pseudopodien) aus, die zu Bewegung, Aufbau der Schale und  Nahrungsaufnahme dienen.

In den heutigen Ozeanen sind die Foraminiferen überall zahlreich. In bestimmten Gebieten der Tiefsee machen sie 90% der Biomasse aus und sind somit ein wichtiges Element in der Nahrungskette. Es wird geschätzt, dass sie in tropischen Gewässern jährlich 1-2 Kilogramm Kalk pro m² Meeresboden bilden. Da der Kalk in Kohlendioxid umgesetzt werden kann, der sich wieder an die Atmoshäre freigeben lässt, können sie dadurch das globale Klima beeinflussen..

Foraminiferen gibt es seit mehr als 500 mio. Jahren - seit dem Kambrium.

Foraminiferen stellen unterschiedliche Bedingungen an ihre Umgebung. Einige bevorzugen große Meerestiefen (die sogenannten benthonischen Formen), andere geringere Tiefen (die planktonischen Foraminen), einige mögen hohen Salzgehalt, andere niedrigen. Zur Linken kann man zwei Arten sehen: Die obere produziert ihre Schale selbst, die untere Art baut ihre Schale teilweise aus dem Material auf, dass auf dem Meeresgrund liegt.

Eine vorsichtige, vorläufige Einschätzung der Zusammensetzung der Foraminiferenfamilie aus dem Grammer Ton läßt auf eine Tiefe  des Grammer Meeres von 70 bis 100 m schließen.

Fossile Foraminiferen haben heutzutage eine indirekte,  große, ökonomische Bedeutung gewonnen. Einige ihrer Verwandten sind nämlich an ölhaltige Schichten gebunden und daher ein guter Indikator in der Erdölsuche.





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