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Haie

Haie und Rochen gehören zur Familie der Knorpelfische. Wie die Bezeichnung bereits andeutet besteht das Skelett dieser Fische aus Knorpel und nicht aus Knochen. Solche Skelette  bleiben nach dem Tod der Nachwelt selten erhalten. In den Wirbelknochen eines Haies kann sich jedoch mit zunehmendem Alter Kalk ablagern. Diese Ablagerungen bewirken, das die Wirbel erhalten bleiben und solche hat man in der Grammer Tongrube gefunden.

Die meisten Fundstücke, die auf Haie verweisen sind jedoch Zähne, die immer noch - 8 mio. Jahre nachdem sie in einem Kiefer saßen - scharf und glatt sind.

Oft findet man einzelne Zähne die dem Hai beim Reißen der Beute rausgefallen sind. Doch wurden Die Haie dadurch nicht zahnlos. Hinter den Gebrauchszähnen sitzen eine Menge Reservezähne, parat in Funktion zu treten, wenn es nötig werden sollte.

Untersuchungen bei lebenden Haien haben gezeigt, dass ein Hai im Laufe seines Lebens ca. 20.000 Zähne bekommt und sie mit regelmäßigen Abständen abstößt; wie am Fließband

Es gibt Hinweis auf verschiedene Haifamilien im Grammer Ton. Der größte unter ihnen - ein Verwandter des heutigen Weißen Haies - hatte 16 cm hohe und 12 cm breite Zähne. Min. 48 davon hatten in seinem Kiefer Platz, der in geöffnetem Zustand über einem Meter in der Höhe und ca auch in der Breite aufwies. Das Tier hatte eine Länge von 12 - 15 m und wog um die 14 t.

Dieser Hai war der unbestrittene König im Grammer Meer, der in seiner Größe alle bis jetzt bekannten Walarten ( zw. 7 - 8 m Länge) aus dem Ton um Längen schlug. Der Name des Riesen ist Megalodon (= Riesenzahn).  Klicken Sie auf die Bilder für mehr.

Auch Mako- und Tigerhaie gab es damals in der Nordsee. Im Grammer Ton findet man ab und an einige handgroße kreiselförmige Konkretionen, die Ausfüllungen zwischen den Wirbeln bildeten.

Die andere Gruppe der Knorpelfische ist im Grammer Ton nur durch relativ kleine Zähne, Gaumen, Schnwanzspitzen und dornenförmigen Hautzähnen repräsentiert.

Ein Vergleich zwischen der Fauna des Grammer Meeres und den heutigen Haiarten führt zur Annahme, dass das Meer, in dem sie lebten sehr tief war und eine gute Verbindung zum offenen Ozean gehabt haben muss. Einige dieser Arten sprechen für eine höhere Wassertemperatur, als wir sie heute vorfinden; ihre heutigen Artverwandten leben in wärmeren Gewässern. Man kann jedoch nicht ausschließen, dass die Haie, die vor 8 mio. Jahren das Grammer Meer bevölkerten, repräsentiert waren von Arten, die gemeinhin in kühleren Gewässern vorzufinden waren.

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